Seelsorge PDF Drucken E-Mail

 

Gott, zu dir rufe ich:
In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe.


Ich bin unruhig, aber bei dir ist Friede.
In mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht,
aber du weißt den Weg für mich.
Amen.

Dietrich Bonhoeffer

 

 

Seelsorge:

Begleitung an guten

und an schweren Tagen

Seelsorge ist Lebensbegleitung vom Anfang des Lebens bis zum Ende. Und Seelsorge kann von jedem geübt werden. Gemeinschaftlich Leben heißt auch Freud und Leid miteinander zu teilen, offen sein für die Belange der anderen. Seelsorge bedeutet dann oftmals ein Stück weit Wegbegleitung, zuhören, da sein – einem Menschen zeigen: Du bist nicht allein. Manchmal tut es einfach gut, sich einmal alles von der Seele zu reden, die Dinge miteinander zu teilen. Wer dies tut, macht häufig die Erfahrung, dass sich der schwere, bleiernde Nebel lichtet und die Dinge zumindest wieder konkret greifbar werden, wenn sie erst einmal benannt sind.

Martin Luther hat die Bibel so verstanden, dass jeder Christ auch Priester ist und so im besonderen Maße fähig, Seelsorge am Nächsten zu leisten. Wichtig ist dabei, den anderen nicht einfach gleich zu vertrösten und mit eigenen Erfahrungen zu überhäufen. Meist führt der Suchende das Gespräch und der Seelsorgende geht ein Stück weit mit.

In guten Zeiten vergisst man leicht das Teilen. Wenn es aber schwer wird, wenn die Seele aus ihrer Bahn geworfen wird, dann kann Begleitung helfen. Gründe gibt es viele, um den Halt zu verlieren. Eine Krankheit, ein Todesfall, ein Umzug, der Verlust des Arbeitsplatzes, das Ende einer Freundschaft oder Partnerschaft, Schulwechsel, wenn man Schuld auf sich geladen hat, und und und...

Jesus Christus ist in seinem Leben dem Leid nicht ausgewichen. Vor dem Leid der anderen hat er nicht die Augen verschlossen – dem eigenen hat er sich mutig gestellt. Ihm Nachfolgen heißt, eng zusammen stehen, wenn es schwer wird, Verantwortung übernehmen und mittragen und sich eben auch helfen lassen. Das Kreuz Jesu Christi war nicht das Ende, sondern der Anfang. Im Vertrauen auf die Auferstehung glauben wir, dass Hilfe kommt, auch wenn sie nicht immer für uns zu erkennen und zu verstehen ist.

Als Kirche Jesu Christi fühlen wir uns besonders der Seelsorge verpflichtet. Wir machen Hausbesuche, teilen, begleiten, unterstützen. Wir Pastoren haben dabei eine besondere Rolle. Es gilt das unverbrüchliche Seelsorgegeheimnis, was wir erfahren, wird nicht weitergeben. Dies wird vom Grundgesetz besonders geschützt. Kein Gericht kann uns im Zweifelsfall zu einer Aussage zwingen. Unsere Telefonnummern finden Sie unter Kontakt. Gern sind wir für Sie da.

Ein besonderer Fall ist der Trauerfall. Aufruhr und Schock sind dann häufig besonders groß. Alle Kirchenmitglieder werden von uns kirchlich bestattet. Dazu gehört ein ausführliches Trauergespräch, in dem es eben nicht nur um die Ansprache geht, sondern vor allem um seelsorgerliche Wegbegleitung. In Adelby sind wir froh, dass wir einen Friedhof rund um unsere Kirche haben. So bleibt auch das letzte im Blick, Lebende und Tote sind verbunden, weit über den Tod hinaus. Bei der Trauerfeier haben Sie Raum in ihrer Kirche in Adelby und natürlich finden wir einen guten Platz für Ihre Angehörigen bei uns.

Häufig trifft einen ein schweres Ereignis an einem unvorhergesehen Ort. Nicht immer ist der Gemeindepastor/die Pastorin erreichbar oder vielleicht sucht man auch eine andere Form des Austausches. Als Nordelbische Kirche arbeiten wir eng zusammen und versuchen Menschen an den Orten seelsorgerlich zu begleiten, wo sie es brauchen. So gibt es Krankenhausseelsorger, Gefängnisseelsorger, Urlaubsseelsorger.

Eine besondere Form ist die Notfallseelsorge in Flensburg. Rund um die Uhr ist ein Pastor/eine Pastorin per Mobiltelefon erreichbar, wenn die Not groß ist. In der Regel werden wir von anderen Einsatzkräften gerufen und über die Leitstelle der Feuerwehr informiert. Begleitung der Angehörigen bei einem plötzlichen Tod, Beistand in akuten Krisensituation und die Überbringung einer Todesnachricht an Angehörige sind dabei wohl die häufigsten Einsatzfälle.

Eine Übersicht über die Seelsorgeangebote in Nordelbien gibt es unter www.nordelbien.de
Einige seien genannt:

Telefonseelsorge: 0800 / 111 01 11 (Anruf kostenlos)

Internetseelsorge: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

http://www.trauernetz.de/