Ein Rundgang PDF Drucken E-Mail
Beitragsseiten
Ein Rundgang
Der Taufstein
Die Kreuze
Altar & Kanzel
St. Johannis Namenspatron
Dänische Spuren
Das Votivschiff
Die Glocken
Alle Seiten

Hier: Flyer zur Kirchen als PDF

Außen:

Die Johanniskirche Adelby gehört zu den ältesten Kirchen in Angeln, sie wurde um 1200 aus Feldsteinen errichtet. 1726 wurde der freistehende, hölzerne Glockenturm durch einen steinernen Turm ersetzt und die Wände des Kirchenschiffs bis an diesen herangezogen.

Mit einer Sandsteintafel am Turm mit dem Monogramm des dänischen Königs Christian VII. brachten Pastor und Kirchenälteste 1775 ihren Dank dafür zum Ausdruck, dass er die Steinquader vom Abbruch des Flensburger Stadtturms zur Verfügung stellte, - „Soli Deo Gloria“ bedeutet  „Allein zur Ehre Gottes“. Damals wurde auch der Kastenchor umgebaut, so dass in Verlängerung des Kirchenschiffs eine Saalkirche entstand. Im Turm hängt eine große Glocke aus dem 14. Jahrhundert.

An der Nordseite des Kirchenschiffs gibt es eine „Priestertür“ mit einem Löwenkopf als Scheitelstein. Der Besucher betritt die Kirche durch das spätgotische Vorhaus aus dem 15./16. Jahrhundert (sogen. Frauenhaus), in dessen Giebel eine kleine Gebets- und Bußglocke aus dem Jahr 1636 hängt.

Die verschiedenen Baustile und Einzelobjekte vom 12. Jahrhundert bis in die Gegenwart verbinden sich in der Kirche Adelby zu einem harmonischen Miteinander, einem Gotteshaus, in dem man sich wohlfühlt. Heute ist die Kirchengemeinde durch zahlreiche Neubaugebiete zu einer „jungen“ Gemeinde geworden, die die Kirche mit vielen Taufgottesdiensten, Hochzeiten und auch Trauerfeiern nutzt.

Innen:

Im Innenraum fällt sofort die große, zweistufige Holzbalkendecke auf sowie die West- und Nordempore mit 45 farbigen Bildern. Sie zeigen, wie die sechs Bilder an der Chornordwand, Szenen aus dem Alten und Neuen Testament und wurden von 1698 bis 1780 in derb-ländlicher Manier gemalt. Die sieben farbigen Wandteppiche unter der Nordempore stellen in moderner Gestaltung die Schöpfung dar, 2006  entworfen und gewebt von der Handweberin Anja Schneider.

An der Wand ist die um 1430  entstandene Eichenfigur Johannes des Täufers aufgestellt, dem die Kirche geweiht war. Er zeigt mit der Rechten auf das Lamm Gottes. Darauf weist auch der Spruch auf einem Deckenbalken hin: SIEHE DAS IST GOTTES LAMM. Vor dem Altarraum hängt das spätgotische Triumphkreuz mit lebensgroßem Kruzifix.

Den Altar schuf 1779 der Flensburger Bildhauer Friedrich Windekilde im Rokokostil. Er zeigt das Abendmahl und das Kruzifix vor einer gemalten Golgatha-Landschaft.

Links im Altarraum steht der frühgotische Taufstein aus gotländischem Kalkstein, 1619 ergänzt um den hölzernen Taufdeckel.

Die Kanzel (1681) rechts an der Kirchenwand, aus Eichenholz geschnitzt, zeigt am Kanzelkorb Reliefs zu Geschichten aus der Bibel: Adam und Eva, die Geburt Christi, die Kreuzigung und Auferstehung sowie die Sendung des Heiligen Geistes. Diese Felder sind getrennt durch die Halbfiguren der Tugenden, Moses und Johannes des Täufers. Dazu gehört der sechseckige Schalldeckel und das Rückwandstück mit dem Relief „Gottvater“.

Der Orgelprospekt stammt aus der Zeit von 1779 bis 1781 (wie der Altar von Friedrich Windekilde geschaffen) und enthält eine Kemper-Orgel.

Im Kirchenschiff über dem Gang hängt ein Votivschiff von 1688 (Votiv: lateinisch „Weihegabe“), ein Dreimaster mit zwei Kanonendecks, es ist das zweitälteste in der Nordelbischen Kirche.

Im Ausgangsbereich  der Kirche steht links der alte „Armenblock“ des 17. Jahrhunderts, damals der Opferstock für Almosen an die Armen.



 

Glockengeläut

You must have Flash Player installed in order to see this player.

Aufnahme: Sebastian Schritt, Trier, 30.5.2010